Neues im Shop: 12/20

Im Shop gibt es nun eine Hilfefunktion – zunächst sind dabei sechs Abschnitte mit den wichtigsten Unterschieden unserer Anwendung zu „normalen“ Shops vorgesehen. Die Texte sind individuell anpassbar, können automatisch nur bei neuen Besuchern eingeblendet werden oder vom WebDesigner ins Design integriert werden.

Suche

Die Suche zeigt dem Kunden nun auch wie eigene Rabatte und Hinweise auf Filtermöglichkeiten, wenn z.B. „vegan“ in die Suche eingegeben wird.

Tourlimits

Touren für Neukunden sperren ging ja schon länger. Nun kann man aber auch direkt Kapazitätsgrenzen eingeben, um nicht ständig die Auslastung kontrollieren zu müssen.

Mindestbestellwerte können nun auch tourspezifisch abweichend eingestellt werden. Dies hilft u.a. bei der Verwendung von Depots oder flexibleren Abend-Touren. Lieferkosten sind ja schon länger auch basierend auf der Lieferadresse eingestellbar.

Labels

In Zusammenarbeit mit dem/der WebDesignerIn können nun leichter Labels gesetzt werden, z.B. um spezielle Waren zu kennzeichnen („Kommt in Kühlbox“ oder „im Pfandglas“). Da der Platz in der Listenansicht typischerweise begrenzt ist, muss das je nach Design -und Bedeutung- individuell erfolgen.

Neu und standard-mässig eingebaut ist der Saison-Indikator, der insbesondere bei Bestellungen bzw. Abopositionen für die weitere Zukunft darauf hinweist, das das Produkt möglicherweise nicht lieferbar ist. Wenn gewünscht, kann übrigens auch auf Preisänderungen für Produkte im Warenkorb hingewiesen werden.

Im Warenkorb erscheint nun auch ein Hinweis, sollte der Artikel einen von der Bestellung abweichenden, früheren Bestellschluss haben.

https://oekobox-online.de/v3/shop/amperhof/eu.px?bs.i=PGI&bs.w=0&bs.h=0

Umfangreiche Umbauten gab es auch bei der Einblendung der EU-Herkunftskennzeichen – dazu gibts eine separate Mail im Forum. Im Admin-Bereich findet sich eine Übersicht zu den betreffenden Artikeln, auch lässt sich nun direkt in der EU Datenbank nach Begriffen suchen.

Geo

Im Geo-Bereich sind einige neue Darstellungen der Touren hinzugekommen, so auch ein Rückblick auf vergangene Fahrten. Damit lassen sich z.B. Umsortierungen leichter planen. Dazu werden die Daten nun auch länger vorgehalten.

Gutschein, individuell

Die Gutschein-Funktionalität ist mittlerweile bei vielen Betrieben angekommen, auch wenn aufgrund des aktuellen Kundenzulaufes wegen Corona das Marketing allgemein etwas vernachlässigt wird.

Zur Abgrenzung: hierbei geht es um Rabatt-Gutscheine, nicht um -wie Zahlungsmittel einsetzbare- Wertgutscheine. Für letzteres werden die Ideen gerade in Verbindung mit dem PCG geschliffen.

Über die letzten Monate hat sich u.a. die Eingabemaske im PCG verändert, um viele der Optionen leichter zu verstehen und zu nutzen. Zur Erinnerung: ein Gutschein kann für Kunden oder nur für Neukunden sein, kann allgemein gültig oder nur in Verbindung mit einem bestimmten Artikel gelten und für einen festen Betrag oder auch einen prozentualen Wert definiert werden.

Um Gutscheine „individuell“, also nur an bestimmte Kunden auszugeben, können diese aber auch mit einer Liste individueller Codes verknüpft werden, die jeweils nur einmal einlösbar sind. Diese Listen werden im Admin-Bereich des Shops erzeugt – auch deren Verwendung lässt sich dort nachvollziehen.

Diese Liste lässt sich auch in Formaten erstellen, wie sie bestimmte Gutschein-Portale entgegen nehmen. Aber das ist dann schon wieder ein Kapitel für den Kollegen vom Marketing. Wem noch Ideen für die Verwendung von Gutscheinen fehlen, der schaue nochmal in den letzten Artikel dazu.

Entwickler-News #12/20

Ein Reihe kleinerer Änderungen der API betrifft die Kommunikation und Anbindung an Logistiker, z.B. für Vorab-Navigation oder Fahrerinteraktion oder zu Größen- und Gewichts-Information.

Auch einige Javascript-Komponenten wurden um Funktionalität erweitert, so die Mail– und Subscribe-Komponente.

Um besser informiert zu bleiben können Entwickler nun ihre Email-Adresse hinterlegen, um Veränderungen im gemeinsam gepflegten Trello Board mitzubekommen – Änderungen, insbesondere die, die auf das Design Auswirkung haben, kündigen sich dort meist länger im voraus an.

Dort haben sich auch wieder einige Dinge angesammelt, die durchaus Design-Relevanz haben können, so die eingebaute Hilfe, eine Reihe Labels die am Artikel oder im Warenkorb erscheinen können. Der eingebaute Test-Artikel wurde vervollständigt um alle diese Dinge in der Detail- und auch in der Listenansicht darzustellen.

Die API bietet nun eine Debugging Option – zwar ist die noch nicht zur Selbstbedienung freigegeben, aber auf Anfrage können so auch längere Sitzungen komplett protokolliert werden.

Neues im Shop 8/20

%-Rabatte!

Eigentlich sollten die Rabatte schon bei der Mehrwertsteuersenkung helfen, das wurde dann aber doch ein umfangreicherer Umbau. Nun werden Rabatte auf Artikel-Basis (bzw. auf Warengruppen-Basis im PCG) genau so berücksichtigt wie individuelle Rabatte für Kunden, welche über Rabatt-Gruppen in den Shop gelangen. Bisher wurden die Rabatte erst nach einem „Durchgang“ durch die Warenwirtschaft richtig berechnet und angezeigt, nun funktioniert dies direkt im Shop.

Mitunter hat dies zur Folge, das der Mindestbestellwert sich indirekt erhöht, z.B. bei hohen Mitarbeiterabatten. Dies kann man wiederum kundenspezifisch -auch per Adresse- korrigieren.

Bereits im PCG hinzugefügte Rabatte werden natürlich weiterhin berücksichtigt. Generell wirkt bei jedem Artikel der jeweils höchste Rabatt. Ebenso sind rabattierte Positionen nun immer änderbar – sofern nicht explizit in der Warenwirtschaft gesperrt.

Umbauten an der Suchfunktion

Suchbegriffe, die vermuten lassen, dass der Kunde nach regionalen Produkten sucht, blenden diese nun direkt ein, oder auch nur einen Button „Regionale Produkte“. Auch Rabatte und weitere Shopfunktionen kann man nun finden.

Tourunterstützung / Lieferadressen

Schon mit der Depotfunktion wurde der Umbau des Shops zur Unterstützung beliebig vieler Adressen und Touren pro Kunde bzw. Kundin begonnen (bisher max 5), nun ist auch diese Baustelle abgeschlossen. Damit können Kund*innen mit vielen Abteilungen, Kindergärten oder Schulen, aber auch mit vielen Lieferoptionen (eben Depots oder auch Niederlassungen) besser unterstützt werden. Je nach Einstellung kann man nun dabei mehr oder weniger Flexibilität bieten, z.B. die möglichen Adressen nur anzeigen und nicht auswählbar machen.

Auch wurde die Auswahl von einer aus mehreren Touren (Lieferoptionen) am gleichen Tag vereinfacht – dies kann nun direkt im Warenkorb erfolgen.

Internes CMS

Das eingebaute kleine Content-Management wurde durch einen Dateiupload aufgewertet. Zudem können jetzt leichter externe Seiten (als Profil) hinterlegt werden, so das diese auch in der Suchfunktion gefunden werden können.

Fairer e-Commerce läuft nicht von allein!

Gerade in den Corona-Zeiten ist uns klar geworden, dass das Geschäftsmodell unserer Kunden wirklich kein Selbstläufer ist. Ok, da sind Kunden, die wollen Lebensmittel – gute Lebensmitel. Sie möchten sie geliefert haben – weil es bequem ist, weil es im Familien-Alltagstress praktisch ist, weil im Alter das Einkaufen beschwerlich ist, weil es Corona-Kontakt-Beschränkungen gibt.

Aber gute Lebensmittel sind nicht anonym und auch nicht unbegrenzt verfügbar. Hier zahlen sich langjährige Beziehungen zwischen Erzeugern, Zwischenhändlern und den Inhabern der Online-Shops aus, wie die Bewältigung des Corona-Ansturms gezeigt hat. Nicht nur die Lieferbetriebe, auch die eher anonymen Grosshändler mit ihren langfristigen -und auch in schwierigen Zeiten – gehegten Lieferantenkontakten haben die kurzfristige Steigerung um 100% ermöglicht.

Die Abwicklung einer Bestellung ist nicht trivial – eine begrenzte Menge eines Produktes zeigt sich in Bestell- und Lieferbeschränkungen. Viele Artikel haben einen strikten Zeitbezug. Eigene Kartoffeln reichen nicht ewig. Wie werden die Einkaufspreise nächste Woche sein? Haben wir genug Fahrer um die Bestellung zuzustellen? Reichen die Kisten? Sind alle Kolleg*innen die packen fit?

Im komplexen Geflecht der Lebensmitelherstellung übernehmen die „kleinen“ Lieferberiebe zunehmend auch die Rolle eines „Lebensmittelberaters“. Im Sinne von „was die im Sortiment hat, das passt schon“ – mit Blick auf Ökologie, Gesundheit oder Ethik. Es ist nicht immer einfach, all diese Aspekte beim (Ein)Kauf eines Produktes im Blick zu behalten.

Deshalb eröffnet sich ein fairer Online-Lebensmitelhandel auch nicht mal so nebenbei. Nicht nur dass die Abwicklung einer Bestellung von -guten- Lebensmitteln was anderes ist als der eines Buches (Analogien rein zufällig 😉 ) – auch der Einkauf und die Bewertung der Erzeugung kostet Zeit und Herzblut.

Warum schreiben wir das? Wir im PCG-Team freuen uns über jeden Neukunden! Da aber die Technik obige Aspekte nur sehr begrenzt abdecken kann, sollte es immer jemand im Betrieb geben der sich um diese Punkte – Einkauf und Abwicklung- kümmert und sie mit voller Brust „lebt“! Auch wenn Ihr uns für unsere Dienste bezahlt – wir sind ein Team und müssen uns gegenseitig unterstützen. Eine solche Zusammenarbeit zahlt sich immer nur langfristig aus.

Wir alle, Support, Entwicklung und Management des PCG-Teams möchten die kleinteilige, vielfältige Art der Lebensmitelerzeugung und des Handels unterstützen. Auch wenn dies bedeutet, eine grosse Anzahl von „Sonderfällen“ berücksichtigen zu müssen. „Passt scho“, wie die Bayern sagen 😉

Neues im Shop 5/20

In den letzten Wochen standen viele Aktivitäten im Zeichen von Corona. Hanno’s Artikel im Dokumentationssystem hat die Tricks und Tipps zu diesem Thema gut zusammengefasst (Anmeldung via PCG!).

In diesem Zusammenhang sind auch Funktionen zur besseren Aussteuerung von Touren hinzugekommen, welche auch über die aktuelle Krise hinaus sinnvoll erscheinen. So landen ggf. neue Interessenten auf einer eingebauten Warteliste (basierend auf der Newsletter-Anmeldung, die dafür ebenfalls überarbeitet wurde).

Weiterhin ist es möglich, einzelne Touren als „voll“ zu deklarieren – bei einer eingerichteten Newsletter-Anmeldung wird der Besucher dann auf die Warteliste komplimentiert. Aber auch bei der Planung der Expansion in eine neue Region kann eine solche – zunächst von vornherein gesperrte- Tour helfen!

Der (schon bisher mögliche) Hinweis zur Tour kann nun bei der Anmeldung im Shop als Popup eingeblendet werden – dieser Hinweis erscheint immer, bis der Kunde „hab ich gelesen“ anklickt oder es einen neuen gibt. Ggf. erscheint auch ein Ikon im Statusbereich.

Die Vorlaufzeiten (Bestellschlüsse) sind bei vielen Betrieben aktuell verlängert – speziell für Neukunden kann man diese nun -pro Tour- separat einstellen.

Inaktive Kunden können im Shop gesperrt werden, auch das ein Wunsch den Kundenansturm zu begrenzen. Ebenso kann man Passwort-Vergessen-Anfragen für Neukunden ins Leere laufen lassen („Leider nicht möglich…“)

Um Zahlungsausfälle in diesen panischen Zeiten etwas zu minimieren, kann Paypal für Neukunden erzwungen werden (sofern kein Abo dabei ist, Paypal muss natürlich generell eingerichtet sein).

Depot

Ein größerer Umbau war nötig, um die Auswahl von Depots zu ermöglichen. Diese schon bisher im PCG vorhandene Logik wird nun auch weitgehend im Shop abgebildet, u.a. bei der Anzeige der (Liefer-)Adressen. Dies macht auch die Lieferung an andere Parteien der gleichen Adresse transparenter (z.B. Schulobst).

Zunächst ist die Auswahl eines echten Depots nur für Neukunden vorgesehen, mehr Flexibilität auch für Bestandskunden ist aber in Arbeit. Die Auswahl erfolgt dabei bequem per Klick auf eine Karte.

Die Depot-Adressen können über ihre Tour auch abweichende Lieferbedingungen (z.B. Preise oder Mindestbestellwert) haben.

Sonstiges…

Wie immer gab es eine Reihe von kleineren Änderungen und Korrekturen, einige besonders prominente Dinge sollen hier erwähnt werden:

  • Die Artikel-Merkmale benötigen mitunter längere Einarbeitungs- und Pflegezeiten. Deshalb kann diese Funktion (für die Shops>2016) zentral vor den Augen der Besucher versteckt werden.
  • „Weitere Bestellung zum…anlegen“ hat eine Rückfrage bekommen, damit Kunden besser ihre bereits vorliegende Bestellung verändern
  • Die Konzepte „versteckte Tour“ und „gesperrte Bestellung“ wurde überarbeitet um eher den intuitiven Erwartungen von Anwender und Kunde zu entsprechen
  • Beim Verkauf von Artikeln mit Alkohol wird ein Hinweis bzgl. des Jugendschutzgesetzes zur Bestellung hinzugefügt.
  • Die Tour-Einstellungen haben einen eigenen Unterpunkt im Administrationsbereich bekommen.

Ständig kommen auch kleinere Änderungen hinzu und alle, die den Shop 2016 als Standard oder in individuell gestalteter Form verwenden, können sich jederzeit auf dem Trello-Board über den Stand der DInge informieren. Brauchst Du noch eine Einladung?

Entwickler-News #1/20

Mit den Alternativsystemen gibt es ja bereits einen Weg, verschiedene Shops an das gleiche Warenwirtschafts-Backend anzuschliessen. Mit Hilfe von alternativen Menüs der Navi-Komponemnte gibt es nun eine weitere Variante für die Gestaltung eines Shop-Angebotes für verschiedene Zielgruppen. Natürlich kann dies auch mit einem Alternativ-System kombiniert werden.

Wie immer gab es auch wieder Erweiterungen der Programmierschnittstelle (API), u.a. neue Versionen der Endpunkte für Artikelinformation oder neue Methoden für Logistik-Anbindungen, inkl. der neuen Depot-Logik im System.

Mit der API können externe Systeme auf das Shopsystem zugreifen. Um auch aus dem Shopsystem externe Prozesse anzustossen, können nun „Hooks“ auf über 50 Systemereignisse hinterlegt werden. Dabei wird eine hinterlegte Web-Adresse aufgerufen oder eine Email mit den entsprechenden Eigenschaften des Ereignisses versendet.

Es gibt einen Proxy auf OpenStreetmap-Tiles. Damit können Karten DSGVO-konform ohne weitere Erlaubnisabfrage von Besuchern eingebaut werden (sofern ein DSGVO-AV mit uns vorliegt, was i.d.R. der Fall ist).

Eine kleine, aber von Vielen gewünschte Änderung: die Staging-Systeme können nun automatisch (1x am Tag) aktualisiert werden!

Um Scripte für kleinere Änderungen nicht mehr unter „Tracking“ hineinmogeln zu müssen, gibt es nun ein eigenes Eingabefeld für Scripts, die nach der Initialisierung des Systems gestartet werden sollen.

Virus im Maschinenraum

Es hat nicht lange gedauert, nach der allgemeinen Bewusstwerdung des Problems am 15. März, bis die ersten Last-Warnungen auf unseren Handies ankamen. Aber hatten wir nicht erst die Kapazitäten erhöht? Wir sollten locker mit der drei- bis vierfachen Spitzenlast klarkommen, also haben wir einigermassen gelassen auf den Sonntag geschaut. 

Aber das war ein Trugschluss. Die Anfragen auf Eure Shops explodierten bis auf das 20-fache!

Transaktion während Corona
Traffic
Transaktionen

Obwohl das Bestellen an diesem Wochenende wirklich keinen Spass machen konnte, haben wir sehr viele Transaktionen erfolgreich abwickeln können. Zum Glück hat „das Internet“ den Zugang zu unseren Servern wegen allgemeiner Überlastung auch etwas gebremst. 

Mehr Traffic bedeutet aber nicht automatisch mehr Transaktionen (also Aktionen, von denen wir und Ihr auch was haben).  Um eine Transaktion zu erreichen, braucht es im Schnitt 400 Abrufe von Objekten (Webseiten, Bildern, Wert am 1.3.20). Wenn sich viele Interessenten oder Neukunden tummeln, die sich erstmal im Angebot schlau machen oder auch umfassender einkaufen, kann es auch mal deutlich mehr sein (z.B. 750 am 18.3.20). Oder anders ausgedrückt: Eine Verdoppelung der Transaktionen bedingt etwa 3.5x soviel Belastung der Systeme.

Als Maschinisten im Maschinenraum haben wir rund um die Uhr Server neu gestartet, ausgetauscht, erweitert und uns über sich ständig neu manifestierende Flaschenhälse gewundert (Leitung zu klein, RAM-Speicher geht aus, Festplatten voll, zu viele Verbindungen zu diesem oder jenem Service, Blockade von Mailservern wegen hohem Traffic, Budget bei diesem und jenem Dienstleister aufgebraucht, interessante Fehler die nur bei hoher Last auftauchen…).

In den Folgetagen haben wir dann viele von den „man müsste das mal so umbauen..“-Ideen, die eigentlich stressarm für das ganze Jahr geplant waren, umgesetzt. Die Grundidee war dabei stets, das Gesamtsystem „elastisch“ zu machen, also je nach Bedarf genügend ausfalltolerante Ressourcen (also Rechenpower, Speicher oder Netzwerk-Kapzität) einzuschalten zu können. Das geht leider nicht einfach durch „mehr Computer“,  die eingehenden Anfragen müssen verteilt, die Sitzungen verwaltet und die gemeinsam verwendeten Caches (Zwischenspeicher) sollen effizient und schnell sein. Auch Eure Backend-Systeme (also der PCG) soll schnellen Zugriff auf die Daten haben. 

Dieses Ziel haben nun erreicht. Zwar bekamen wir (und auch die Kollegen vom Rechenzentrum) die Last bereits gleich nach dem Wochenende in den Griff, bei der Vielzahl der hektischen Umbauten sind uns dabei aber hier und da Fehler unterlaufen, was sich z.B. in sporadischen Bestellabbrüchen, Verbindungsproblemen des PCG oder fehlenden Bildern auswirkte. Danke an dieser Stelle für Eure Geduld! Aktuell läuft das System schon fast zwei Wochen unabhängig von der Gesamtlast sehr stabil. Wir haben am letzten Wochenende fast 2000 Transaktionen pro Stunde gesehen, bei sehr schnellen Shops. 

Auch das allgemeine Besuchsmuster hat sich geändert – die einstigen Spitzenzeiten Abends und insbesondere am Sonntag Abend sind weniger ausgeprägt – es ist eigentlich -ausser von 2 bis 6 Uhr- immer ordentlich was los. Selbst am Samstag, was eigentlich immer der Wartungstag war, weil so wenig los war.

CO2? In der Eile war die Nutzung der Computer etwas ineffizient – so sind wir von einem Wert von 0.3ct/Bestellung zeitweise auf über 0,6ct gerutscht. Jetzt, mit dem „elastischen“ System sieht es so aus als wenn wir den Wert auf 0,25ct/Bestellung drücken können. 

Jetzt sind wir dabei, die in dieser intensiven Zeit entstandenen neuen Ideen zu ordnen – nicht nur Ideen aus dem Maschinenraum, sondern insbesondere auch Wünsche von Euch Anwendern zum besseren Management von Neukunden und Touren sowie dem „onboarding“ im Allgemeinen. Erste Funktionen wie tourspezifische Wartelisten gehen und gingen nach Ostern live.

Ökologisch Programmieren?

Als Programmierer sitzt man vor dem Bildschirm und bearbeitet seine Tastatur ein wenig – was hat das schon mit den Problemen der Menschheit zu tun? Zwar gibt es da den Song mit „.. will nur noch schnell die Welt retten ..“ aber spielt das in der gleichen Liga wie der sorgsame Umgang mit Pflanzenschutzmitteln, mit …, mit dem C02 Verbrauch beim Fliegen?

Ja, tut es!

Natürlich weniger mit den angesprochenen Emails, aber als Programmierer kann man viel bewegen. So geht am Wochenende und nach Ladenschluss die Post ab im eCommerce. Um diese vielen Anfragen bewältigen zu können, müssen wir Computer vorhalten. Die gebaut werden müssen und – wenn sie dann mal da sind, Strom und Aufmerksamkeit brauchen. All dies kostet viel Energie. So schreibt auch die aktuelle „Schrot und Korn“ darüber, und beklagt die gigantischen Ressourcen, die wir „für das Internet“ verbrauchen. Eine fundiertere Diskussion des Themas findet sich auch gerade in der aktuellen c’t.

Nicht ganz zu Unrecht – aber natürlich sind die Zusammenhänge komplizierter. Wieviel Bäume haben wir schon gerettet, weil Email die Kataloge abgelöst hat? Oder (Flug)Benzin gespart, weil wir uns per Video getroffen haben? Oder eben ein „Sammeltransport“, der Abokisten an viele Kunden liefert, die dann nicht selber in den Supermarkt fahren? Trotzdem werden wir uns diesem Argument stellen müssen.

Zurück also zur Energie, die wir beim der Bereitstellung unserer Dienste verbrauchen. Man könnte das o.g. Problem am Sonntag auch mit kurzzeitig gemieteter Rechenkapazität lösen. Das ist dann aber leider wie mit dem Straßenverkehr: Mehr Verkehrsfläche zieht auch mehr Verkehr an.

Alternativ versuchen wir Programmierer mehr Zeit in die Planung der Architektur und der Algorithmen zu stecken. Insbesondere wird auch viel überwacht, d.h. gemessen und aufgezeichnet und immer wieder ausgewertet. Dabei geht es aber nun nicht mehr um die reine Laufzeit eines Prozesses (die kann man mit vielen gleichzeitig verwendeten „Prozessoren“ verringern), sondern auch um den Stromverbrauch und die Ausnutzung des vorhandenen Computers. Es gibt viele Techniken, von der Optimierung einzelner Algorithmen, über Zwischenspeicherung (Caching) oder der gemeinsamen Nutzung von Ressourcen (die teilen sich alle Anwender die Infrastruktur).

Prozesse, wo ein Mensch vor dem PC wartet, sollten schneller gehen. Anderes machen wir halt langsamer. Leider kostet uns auch diese Denkübung etwas mehr Zeit, bis wir ein neues Feature abliefern können.
Zum Glück helfen uns hier der Kostendruck (zunehmend wird auch die Rechenkapazität, die wir mieten, bepreist in sog. CPU-Stunden), aber auch die Werkzeuge zum Messen des Verbrauches werden immer besser, die Handies haben uns das vorgemacht. Moderne Computer-Komponenten optimieren ständig ihren Stromverbrauch, so das die Wattzahl am Gehäuse wenig aussagt.

Zwar nutzen wir für eigene Computer und insbesondere auch für die gemieteten Computer und Rechenleistung schon lange CO2 neutrale Energie (95% hetzner.de, Google in Europa, unsere Büros), und so spielt dies für den CO2 Footprint zwar keine direkte Rolle. Wohl aber steht diese Energie nicht mehr für „die anderen“ zur Verfügung und ist eben deshalb doch relevent.

Um nicht wie im Rechenzentrum nur heiße Luft zu produzieren, haben wir uns eine neue Kennzahl ausgedacht, die unsere Fortschritte auf dem Feld nachvollziehbar machen soll: Wattstunden pro Internet-Bestellung. Diese Zahl wird nicht absolut richtig sein, wegen der Komplexität, aber auch weil wir schon sehr effizient sind bei der Energie-Ausnutzung. Aber die Zahl lässt sich automatisch berechnen und wir können uns an der Tendenz messen lassen.

Formel

Aller paar Sekunden berechnen wir den den mittleren Stromverbrauch jedes Computers. Dies ist ein Wert, der zwischen dem Leerlauf-Verbrauch und dem Maximalwert nach Spezifikation („TDP“) befindet und der anhand der durchschnittlichen Auslastung in dem Zeitfenster berechnet wird („load“). Hinzu kommt noch ein Faktor (=2) , der die anderen Komponenten eines Systems berücksichtigen soll.
Dieser Verbrauch wird aufsummiert und kann der erbrachten Leistung, also z.B. die Anzahl der abgewickelten Bestellungen, gegenüber gestellt werden.

Das Alter des Computers (und damit indirekt die Herstellungskosten) haben wir außen vor gelassen – man kann argumentieren, dass die lange Nutzung von Geräten gut ist, hinsichtlich des Ressourcenverbrauchs bei der Herstellung (Material und Energie). Wir mieten Rechenkapazität bei Hetzner.de und entscheiden uns stets für ältere Modelle. Da man aber bei neueren Modellen weniger Computer braucht, fließt diese Evolution indirekt -und verzögert- in die Rechnung ein.

Bei der Nutzung von externen IT-Diensten haben wir 10% der Kosten in kWh nach deutschen Preisen umgerechnet (2020: 31.47ct) und hinzugerechnet.

Im Durchschnitt: 0,3 Wh/Bestellung

Dies ist ein erster Wert – wir haben die Infrastruktur zur Messung geschaffen und haben eine erste Orientierung. Wie jede Kennzahl wird dies aber nur einen Teil unseres Handelns bestimmen. Das Bestellen in den Shops muss trotz der Effizienz Spass machen – sonst kauft keiner und wir könnten beim CO2 sparen an dieser Stelle nicht helfen!

Neues im Shop

Wie immer gab es viele kleinere Änderungen, die auch im Trello dokumentiert sind. Hier die interessantesten Dinge:

Suche

Seit einigen Wochen bereits werden die Suchergebnisse nach der Sortierung der Warengruppen sowie dem Treffer-Score angezeigt. Neu ist die Möglichkeit, die Ergebnisse nun auch nach der Artikel-Nummer oder der Sortierung der Artikel zu präsentieren.

Weil auch viele Kunden nach der Funktionalität des Shops suchen, werden auch Links hierzu eingeblendet, beispielsweise bei der Frage „Lieferpause“ der Link zur Eingabemaske (Bei individuellen Designs muss dies ggf. freigeschaltet werden).

Beim Suchalgorithmus gab es einige Änderungen um zusammengesetzte Begriffe und Bindestrich-Produktnamen besser zu finden.

Ist ein Filter gesetzt, berücksichtigt die Suche nun auch diesen.

Gesperrte Bestellungen, Nur-Lesen Zugang

Ein schon länger bestehender Wunsch (z.B. im Schulobst-Umfeld) war, sowohl individuell für eine Bearbeitung gesperrte Bestellungen besser darzustellen, als auch generell einen Nur-Lesen Zugang zum Shop zu ermöglichen.

Es gibt noch weitere Einstellungsmöglichkeiten, so z.B. die Einschränkung, Abo’s zu verändern. Letzteres kann zwar auch global für den Shop eingestellt werden – eigentlich ist diese Funktion aber individuell für einzelne Kunden gedacht. Zu finden ist diese im PCG in der Kundenverwaltung.

(die meisten Dinge hier beziehen sich auf die Shops, die auf der Basis Shop2016 gebaut wurden)