Neue Funktion für die Fahrertablets

Heute wollen wir euch eine neue Funktion vorstellen: Das heiß
ersehnte Fahrerklemmbrett hat es in einer der letzten Versionen der DriverApp (1.5.1) geschafft.
Damit sollte endlich Schluss sein mit der unübersichtlichen Zettelwirtschaft
im Lieferwagen, denn das papierlose Fahren rückt in greifbare Nähe!

Wenn ihr also mal wieder eine Kiste extra packen müsst weil das Brot
beim Nachpacken nicht mehr in die Kiste gepasst hat, könnt ihr euch das
jetzt direkt in der App notieren und werdet dann beim Ausliefern an
geeigneter Stelle daran erinnert – und zwar an erster Stelle und in
einer auffälligen Farbe.

Das Fahrerklemmbrett funktioniert dabei so, dass ihr euch beim Packen
eine kleine Notiz zu einem bestimmten Kunden hinterlegen könnt. Diese
Notiz wird euch dann zusammen mit den anderen Nachrichten zu der
entsprechenden Lieferung blau hinterlegt und an oberster Stelle
angezeigt. So kann hoffentlich nichts mehr verloren gehen!Fahrerklemmbrett

Wie ihr seht, geht die Entwicklung an Driver stetig weiter! Uns liegt es
wirklich am Herzen, dass die Fahrer im Alltag entlastet werden und die
Tablets eine echte Hilfe sind. Deshalb freuen wir uns auch, dass sich
einige Fahrer mit Wünschen und Vorschlägen direkt bei uns gemeldet
haben. Das Klemmbrett wurde mit der  Höhenberger Biokiste konzipiert. Ganz besonderer Dank gilt den zwei Fahrern Ben und Tom, die an der Entwicklung der neuen Funktion beteiligt waren.

Vorgestellt in einem Gastbeitrag von Leon Kleffmann und Sebastian Egli von bridgesoft.de

Meet the team: Sandra

Und heute stellt sich Sandra vor:

„Ich bin 51 Jahre alt, durch einen Ärztefehler seit meiner Geburt gelähmt und auf einen Rollstuhl angewiesen.

Meine berufliche Laufbahn:

  • Kundenservice, Organisation von Schulungen und Seminaren, Webdesign im PCG Team bzw. der PC Gärtner GmbH
  • Kundenservice, Organisation von Schulungen und Seminaren, Vertrieb bei der Firma MTS Kassel, Hannover
  • Organisation und Durchführung von bundesweiten Anwendertreffen und Roadshows bei der Firma id kommunikation & design, Hannover
  • Marktanalyse bei der Firma Tech Consult in Kassel
  • Selbstständige beratende Tätigkeit im Zentrum für Selbstbestimmtes Leben fab e.V. in Kassel (Arbeitgebermodell im persönlichen Budget von Organisation bis Abrechnung sowie Beratung für Eltern mit Einschränkungen)

Mit meiner Einschränkung führe ich ein selbstbestimmtes Leben, ich bin verheiratet und habe zwei wundervolle Kinder (Lisa 27 Jahre und Leon 23 Jahre).
Ich verfüge über ein kinästhetisches Vorstellungsbewusstsein, bin in der Lage das Funktionieren meiner Beine als inneres Bild zu visualisieren.
Diese Vorstellungskraft hilft mir enorm, hat mir, solange ich denken kann, über unzählige schwierige Situationen hinweg geholfen.
Dank dieses Grundgefühls – und einiger anderer Charaktereigenschaften – bin ich in der Lage, viele meiner Wünsche zu erfüllen, nicht alle natürlich.

Seit 2016 führe ich zusätzlich zu meiner Arbeit mit dem PC Gärtner eine eigene Rollireitschule, mein Schwerpunkt ist die Freiheitsdressur mit feinen Hilfen.
Beim Führen der Pferde ist es ähnlich wie im Leben: es kommt auf die Ausrichtung und innere Klarheit an, wenn ich ein Ziel erreichen möchte. „

Beirat

Schon zum PCG Anwendertreffen 2017 hatten wir beschlossen, einen Kundenbeirat zu etablieren. Das soll die Transparenz unserer Entscheidungen bzgl. der Entwicklungsschritte verbessern, eine Mitsprache zur Priorisierug ermöglichen, und natürlich erhoffen wir uns auch ein besseres Verständnis der Herausforderungen, denen unsere Anwender tagtäglich begegnen.

Aktuell haben wir neun AnwenderInnen, die ein gutes Spektrum unserer Kunden abbilden, wenn auch nicht optimal (Betriebsgröße, verwendete PCG-Module oder Shops).  Interesse? Weitere Mitglieder sind gern gesehen!

Seit ca. einem Jahr nun trifft sich diese illustre Truppe, meist einmal im Monat in einer Telefonkonferenz. Auch Anwender die nicht im Beirat sind können sich mit den Kollegen in Verbindung setzen. Obwohl wir vom PCG-Team aktuell die Beiratssitzungen  organisieren, ist dies ein Kundengremium welches sich zum Durchsetzen seiner Wünsche natürlich auch selbst organisieren kann.

Neben den offensichtlichen Themen wie den Programm-Funktionalitäten kommen auch viele Interna zur Sprache, von Qualitätsfragen über Priorisierung oder auch Personalangelegenheiten.

Aktuelle Themen waren und sind die Vorstellung der Support-Struktur im PCG Team, die Überarbeitung der Packstelle und Probleme und Umsetzung mit der DSGVO.

Eine kurze Vorstellung des Beirates findet sich auch im Dokumentationssystem.

Torfeuer

Der Treffer kam bei uns erst am Sonntag an. Zum einen war der Samstag zu kurz um auch noch im Online-Shop zu bestellen, zum anderen sind viele wohl auch erst gegen Sonntagabend aus dem Fussballrausch erwacht. Oder hatte das Spiel die guten Vorsätze bezüglich der Ernährung geweckt?

Reuss' Tor
Roter Pfeil: Reuss‘ Tor

Jedenfalls hatten wir am Sonntag eine Rekordlast auf unseren Online-Shop-Systemen. Leider teilweise auch eine Überlastung. Sonntags (-Abend)  ist zwar generell Ecommerce-Time, aber in unserem Fall hatten wir mehr als das Doppelte der jemals verzeichneten Maximallast. Ich vermute nicht nur wir, auch viele andere Leitungen im Internet waren an der Grenze ihrer Bandbreite.

Bandbreite? Das ist eine Maßzahl, mit der wir in der Internet-Computerei so ziemlich alle Bauteile betrachten können. Ursprünglich war damit bestimmt mal die Breite eines Förderbandes gemeint – je breiter, desto mehr geht da drüber. Internet-Leitungen, Computer-Rechenchips, ja selbst unser Team vom Support hat eine bestimmte Bandbreite – mehr bekommt man da nur mit mehr Druck (beim Computer die Gigahertz, beim Support Team der Bonus 😉 ) – oder eben mit einem breiterem Band.

Nun halten wir schon reichlich Kapazität vor, um solche Situationen abzufangen. Nicht immer genug (wir werden investieren). Im ökologischen Sinne wollen wir die Computer, die wir mal mit viel (Energie-)Aufwand mal gebaut haben, aber auch effizient nutzen. Man kann sie zwar in den Schlaf schicken (Stromsparmodus), wenn man sie nicht oder weniger braucht, aber auch das ist nicht optimal – sollen wir, nur um das nächste Spiel zu überstehen paar weitere Computer kaufen (mieten)?

Heute gibt es Techniken, die es erlauben auch sehr kurzfristig weitere Computer hinzuzuschalten und so das Band z.B. für den Sonntag abend zu verbreitern. Trotzdem muss diese Kapazität irgendwo vorgehalten werden – und die Dienstleiter (unter anderem der Platzhirsch Amazon) lassen sich dies gut bezahlen. Natürlich muss die Bandbreite der anderen Bauteile (Leitungen, Datenbanken, Speicher) auch mit wachsen/schrumpfen, entsprechend dimensioniert sein oder mit verbreitert/verkleinert werden.  Klingt kompliziert und ist es auch, man stelle sich das Förderband vor , was im laufendem Betrieb verbreitert wird!

Sonntag 24.6.

Auch an diesem Wochenende haben wir gelernt, wo neue Grenzen lauern; am Bild hier kann man schön eine  Begrenzung sehen. Wir werden das untersuchen und einen neuen schnelleren Computer an dieser Stelle einsetzen. Aber wie bei jedem ökologischem Thema kommt es auch hier auf alle an:

  • Warum müssen die Kunden alle am Sonntag in den Shop? Weil am Montag morgen/mittag Bestellschluss ist? Wenn Eure meisten Touren erst am Mo Abend/Di/Mi geschlossen werden, profitiert ihr von leeren Förderbändern.
  • Muss das Backup/der Datenupload/die Statistik unbedingt am Sonntag Abend laufen? Kleiner Tipp: Sonnabends ist der ruhigste Tag in den Shops!

Im Bild seht ihr ein System mit mehreren Online-Shops. Der erste, der in einem Kommentar die Farbe nennt, die für das System steht, wo die Kunden am Wochenende am wenigsten vom Engpass betroffen sind, gewinnt eine 10€ Gutschrift für die nächste Shop-Abrechnung!

Wer hat am So keinen Engpass?

 

Meet the Team: Wolfgang

Heute möchte ich mich persönlich vorstellen: ich bin der Wolfgang.

Viele werden mich von den PCG Anwendertreffen schon kennen – und zwar als Anwender des PC Gärtners in der Reichenauer Gemüsekiste, die von den Familien Wurz und Huber gemeinsam betrieben wird. Wir sind bereits seit 10 Jahren Abo-Kistler und nutzen den PCG seit 2010 im Betrieb.

Seit 2017 unterstütze ich zusätzlich das PCG Support Team und beantworte Euch Anwendern am Telefon und per Fernwartung alle Fragen.

Zusammen mit meiner Familie, d.h. meiner Frau und unseren drei Kindern, wohne und arbeite ich dort, wo andere Urlaub machen: auf der Insel Reichenau am Bodensee. In meiner Freizeit gehe ich gerne meinen Hobbys Blick aus dem Büronach: Joggen, Fahrradfahren, Musikverein, Wassersport – und weil die Berge auch nicht weit sind: Ski fahren.

Entwickler-Info 6/2018: Anmeldeoptionen

Unter dieser Kategorie Entwickler informieren wir zu Neuerungen und Änderungen am „Werkzeugkasten“ mit denen ein Shop im WebSite eingebaut wird. Diese Neuerungen können, müssen aber nicht in Eure betreuten Websites einfließen. Gelegentlich erwähnen wir auch Fixes für „prominente“ Bugs.

Neue Komponenten-Einstellungen

Schnell-Auswahl für Shop und Ticker: Diese Komponenten können nun so konfiguriert werden, das ein Artikel (oder Abobox) ohne weitere Auswahl mit einem Klick in dern Warenkorb zu befördert werden kann. Dazu kann die Menge oder auch die Aboperiode vorkonfiguriert werden.

Profil-Komponente: Die Auswahl des ersten Liefertermins und der Tour kann nun auch mit einer Select-Box erfolgen.  Neu ist auch der Anmeldemodus: Wie bei manchen modernen Websites gibt man zunächst die Email an, je nachdem diese im System existiert oder nicht, wird daraufhin auf die Anmeldeseite oder zur Passworteingabe weitergeleitet. Auch das komplette überspringen der Tourwahl (für Betriebe die bundesweit liefern) kann eingestellt werden.

Neue Möglichkeiten im Warenkorb erlauben die Konfiguration eines „klassischen“ Online-Shops, also eines Systems, welches Einmal-Bestellungen aufnimmt und die Bestellungen nicht zur wieder-Bearbeitung (bis zum Bestellschluss) anbietet. Neu ist auch eine optionale Zusammenfassung im Warenkorb. Ein weiterer Schalter erlaubt es, auch mehrere Bestellungen für einen Liefertag neu im Shop einzugeben.

Der Inhalts-Komponente kann nun angebeben werden, in welchem Format der Inhalt vorliegt – so kann entweder HTML direkt ausgegeben werden, oder vorliegender WIKI-Text zu HTML gewandelt werden.

Einfacheres Entwickeln

Weitere System-Status sind als CSS-Klasse zur HTML- oder BODY-Element hinzugekommen und erleichtern so den Bau von zielgenauen Selektoren.

Alle Komponenten-Schalter können ad-hoc direct ins Suchfeld eingegeben werden – so kann man die Wirkung der Schalter ohne viel Aufwand im lokalen Browser ausprobieren.  Auch gibt es jetzt eine immer mit eingespielte (versteckte) Seite, falls mal keine Such-Komponente in den regulären Seiten sein sollte. Zu Erinnerung: es gibt auch weitere Design-Hilfen die über diesen Weg zugänglich sind.

Bilder-Proxy

Komponenten, die Bilder anzeigen, verwenden den internen Bild-Proxy des Systems. Die Bild-Bearbeitung ist aber meist ausgeschaltet (auch dies kann an der Komponente konfiguriert werden). Wir sehen aber immer wieder, das bei Produktbildern auch sehr große Bilder hinterlegt werden, möglicherweise aus Versehen. Um den Schaden zu begrenzen, sollte man die Bildbearbeitung immer aktivieren, z.B. durch Angabe eine Maximalen Bildgröße von 1000×1000 Pixel. Das ist zwar immer noch groß, zwingt aber den Proxy zur Bearbeitung des Bildes und damit meist auch zur Reduktion der Bildgröße.

Die Links führen meist in die Design-Anleitung; dort findet sich gleich oben jeweils ein Link zur Referenz mit den detaillierten Infos zu den Konfigurationsoptionen.

zum letzten Beitrag in dieser Rubrik

Umstellungsware

Durch die außerordentlich schlechte Apfelernte des letzten Jahres haben viele Anbauer und Händler Obstflächen akquiriert und in die Umstellung auf Bio genommen. Das heißt, dass auch viel Umstellungsware in der Warengruppe Obst gehandelt wurde.

Die Kontrollstellen nehmen das zum Anlass zu prüfen, ob wir die Deklaration der Umstellungsware gemäß der Bio-Verordnung vornehmen. Bis zu unserer Biokontrolle hatten wir angenommen, alles richtig gemacht zu haben. „Hinweis auf Lieferschein, dass alle Umstellungsware mit kleingeschriebenen Verbandskürzeln gekennzeichnet ist! Die kleingeschriebenen Verbandskürzel werden dann über die Bnn-Datei richtig eingespielt.“

Doch falsch gedacht und nicht gewusst. Der BNN hat sich in einer Vereinbarung zum 09.01.2017 darauf geeinigt, die Umstellungsware mit einem „UW“ in der Spalte des Verbands zu kennzeichnen. Zu allem Überfluss haben das 2017 die Großhändler entweder vollständig, teilweise oder gar nicht umgesetzt. Die BNN-Großhändler (das sind alle außer Weiling, Denree, Naturkost Elkershausen und Appenweiher Frische) müssten diese Regelung 2018 anwenden. Das solltet Ihr bitte jeweils für Eure Großhändler prüfen. Die in der Klammer aufgeführten GH verwenden die Konvention wie gehabt. (Kennzeichnung der Umstellungsware mit kleingeschriebenen Verbandskennzeichen.)

Damit Ihr das jetzt alle richtig machen könnt, haben wir im Artikelmanager gebastelt und es möglich gemacht, die unterschiedlichen Umgangsweisen umzusetzen.

Alle Betriebe, die nur bei den in der o.g. Klammer stehenden Betrieben einkaufen, müssen nichts tun. Alle anderen sollten folgendes tun:

  1. PCG-Update machen.
  2. UW (in Umstellung auf Bio) Verbandskürzel bei den Verbänden im Artikelmanager anlegen.
  3. Auf dem Lieferschein vermerken, dass Umstellungsware mit UW gekennzeichnet ist.
  4. Im Einstellungsmodul >Artikelmanager>Vorgabeoptionen> diesen Haken setzenUmstellungsware

Das führt jetzt dazu, dass für die Infos, die von GH kommen, die sich an die Regelung halten, die Deklaration der Umstellungsware durch UW automatisch richtig erfolgt. Bei allen anderen GH, die sich an die alte Regelung halten (Verbandskürzel bei Umstellungsware kleingeschrieben) wird beim Einlesen der BNN-Datei das kleingeschriebenr Verbandskennzeichen in ein „UW“ umgewandelt.

Meet the Team: Markus

Die Reihe zu unseren PCG Team-Mitgliedern geht nun an Markus:

„Heute möchte ich mich vorstellen: Ich bin der Markus und schon seit 2012 bei der PC Gärtner GmbH beschäftigt. Vorausgegangen war eine dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker. Meine Aufgaben sind die Unterstützung beim Programmieren, Fehlerbehebungen und die Unterstützung des Support-Teams.

Ich bin 36 Jahre alt und ursprünglich im Bayrischen Wald aufgewachsen. Durch meine Familie, d.h. meine Frau Sabrina und meinen Sohn Julian, hat es uns nach Österreich gezogen: nach Haslach an der Mühl. Dort wohnen wir seit 2013.

Privat gehe ich gern Angeln und sammle Briefmarken. Außerdem lese ich gern und viel in meiner Freizeit.“

PCG Team auf den regionalen BioMessen

Auf der BioOst in Berlin waren wir auch dieses Jahr mit einem Stand vertreten. Am Sonntag, 22. April, war Gelegenheit für einen regionalen Austausch. Einige Betriebe haben uns vor Ort am Messestand besucht.  Außerdem gab es einige Gespräche mit Interessenten.

Die nächste Gelegenheit bietet sich zur BioNord in Hannover. Bitte notiert Euch den Sonntag, 9. September, Deutsche Messe Hannover, Halle 4.
Wie immer gibt es Neuigkeiten rund um den PC Gärtner, den Modulen, der Driver App und dem Online-Shop.

DSGVO – 4: Dienstleister

Die DSGVO widmet sich umfangreich der Frage nach der Verantwortung und den Beziehungen zwischen den Verantwortlichen. Zur Erinnerung: wir hatten ja einen in der Firma, der für alle Fragen zum Datenschutz verantwortlich ist – er/sie hat möglicherweise die Verantwortung für verschiedene Prozesse an Kollegen delegiert, hat aber bei Fragen „den Hut auf“.

Nun gibt es aber in jedem Unternehmen Dinge, die man nicht selber macht – Spezialisten tun manches einfach effizienter.  Klar kann man auch seine Steuererklärung selber machen,  aber wenn es keinen Spaß macht, delegiert man es gern. Und gibt dazu jede Menge Daten außer Haus.

Aber, wird nun der Verantwortliche für den Datenschutz fragen…dieser Steuermensch sieht ja ALLES von unseren Kunden und von unseren Mitarbeitern! Laut DSGVO sind dies „Betroffene“ – genau genommen müssten wir sie vorher fragen, ob sie das auch OK finden. Und sie könnten auch noch  Widerspruch einlegen!

Im Falle der Steuerberater scheint sich ein Konsens durchzusetzen, dass sie keine „Auftragsverarbeiter“ sind, aber das Beispiel verdeutlicht, wie man vorgehen kann um Prozesse zu identifizieren, die „extern“ sind.

Heutzutage gibt es viele Teilprozesse in unserem Bereich des Lebensmittelhandels, die komplett im Internet ablaufen – Neukundenanmeldung, Bestellungen und Änderungen annehmen, Bezahlen abwickeln, Informationen über die Zustellung übertragen usw. Und bei vielen dieser Aktionen treten Spezialisten  in Aktion -“ im Auftrag“.

Auch bisher schon musste man bei Auftragsverarbeitung genau hinschauen, was der Dienstleister denn so tut. Hält er die Vorgaben ein? Dokumentiert er Prozesse und sorgt sich wirklich um meine Daten? Da aber im Zweifelsfall nur der Auftraggeber haftete, war dem Auftragnehmer das, nun ja, nicht so wichtig. Jetzt aber haben die Auftragnehmer auch ein eigenes Interesse die Regeln einhalten – sie müssen nun ebenso für Schäden bei Betroffenen geradestehen.

Diese Schäden möchte der Auftragnehmer natürlich vermeiden – und wie bisher sollte er dazu seine „technischen und organisatorischen Maßnahmen“ dazu darlegen. Schon das Niederschreiben dieser Dinge kann einiges an Nachfragen im eigenen Haus auslösen – und einiges an Schwachstellen aufdecken.

Mit der neuen Datenschutzregelung muss ein Vertrag mit jedem Dienstleister geschlossen werden, der personenbezogene Daten verarbeitet. Im Rahmen des PCG-Teams ist Ökobox-Online so ein Dienstleister. Aber auch Ökobox-Online  macht nicht alles selbst und hat deshalb Verträge mit diesen Unter-Auftragnehmern, die wieder mit ihren Lieferanten u.s.w.

Diese Kette kann ganz schön lang werden, trotzdem muss der „Betroffene“ oft vorher gefragt werden, z.B. wenn die Daten in Gegenden landen, die nicht dem europäischem Recht unterliegen. Bis zu welchem Detail dies geht, wird wohl erst die zukünftige Rechtssprechung zeigen. Der Auftrag des Gesetzgebers ist aber klar: schaffe Transparenz und mach es möglich, das Deine Kunden wissen was mit ihren Daten passiert, sollten sie mit Dir Geschäfte machen.

Und Geschäfte machen wir schon, wenn ein Besucher unsere Webseite betritt – ich vermute viele Leser wissen nicht, wie viele Unter-Auftragnehmer allein bei einem simplen Seitenaufruf beschäftigt werden. Hier mal ein Bild eines Firefox-Browser-Plugins („Lightbeam„), welches grafisch darstellt, wer alles noch von meinem Besuch der bild.de Starteite (Rund, in der Mitte) erfahren hat.

Fast alle der kleinen Dreiecke sind Internet-Computer von Firmen, die nicht zu Bild gehören, also in diesem Sinne Auftragsverarbeiter sind. Oft sind dies Werbenetzwerke – der Verlag möchte natürlich auch etwas verdienen für die Recherche all dieser wichtigen Nachrichten – (das nennt man übrigens „berechtigtes Interesse“). Die IP-Adresse, also eine Kennung die unser  Browser beim Abruf mitgibt, wird aber allgemein zu den „persönlichen Daten“ gezählt  (vielleicht möchte man ja lieber für sich behalten, das man mal auf bild.de war ;-=) ) . Das heißt, dass in der Datenschutzerklärung der Webseite einiges aufgelistet sein müsste.

Einige Dreiecke in dem Bild „gehören“ übrigens Google. Wir wissen das Google mit Werbung Geld verdient – und die kann man umso besser platzieren, je genauer man die Zielgruppe kennt. Nun ja, ich war also auch mal auf bild.de, das weiß nun auch Google.

Google hat das übrigens clever angestellt, um an diese Daten zu kommen – sie haben über die Jahre phantastisch einfach zu benutzende und kostenlose Programmier-Werkzeuge, Bibliotheken und Dienste geschaffen, die oft und gern von Web-Designern und Programierern verwendet werden.  Google Analytics? Tolle Schriften? Landkartenansichten? Wir sind selbst schuld daran, das wir die nun in unseren Datenschutzerklärungen auflisten müssen.

In den nächsten Tagen werden die Kunden von Ökobox-Online den neuen DSGVO-AV-Vertrag von Ökobox-Online bekommen. „AV“ steht hier für Auftragsverarbeitung.  Die Kollegen haben sich Mühe gegeben, das Dokument lesbar zu gestalten. Übrigens auch eine Vorgabe der Verordnung.

Einiges davon wird auch in den Datenschutzerklärungen Eurer Websites stehen müssen. Aber dazu das nächste Mal.

Hausaufgabe:
Browser-Plugin installieren (s.o.) und den eigenen WebSite kontrollieren: was wird dabei alles abgefragt?

Disclaimer: Wir können und wollen hier keine Rechtsberatung sein – dies ist lediglich unsere nach bestem Wissen geschilderte Vorgehensweise. Die natürlich schon aus Raumgründen unvollständig ist. Wenn Ihr selber Anregungen habt, z.B. von Eurem Haus-Juristen, schreibt einen Kommentar!

Update 13.5.18: Die DSGVO schreibt Verträge mit Auftragsverarbeitern vor. Ein Vertragsabschluss erfolgt z.B. durch eine (auch elektronische) Bestätigung der Kenntnisnahme. Nur so kann die DSGVO erfüllt werden und der AV im Schadensfall eines Betroffenen auch mit in Haftung genommen werden.